Will man den Nahen Osten verstehen, muss man die energiepolitische Dimension dieser Region mitdenken. Seit dem Jahr 2000 beschäftigt sich Karin Kneissl v.a. mit der Geopolitik von Erdöl und Erdgas. Sie hält hierzu Lehrveranstaltungen u.a. an der Landesverteidigungsakademie Wien (Strategischer Führungslehrgang), der Militärakademie, Diplomatischen Akademie etc. Für die OSZE, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, war sie als Vortragende mehrfach in Zentralasien tätig und verfasste einige Studien, v.a. zur Erdgasversorgung.
Zu den Hochschulen, an welchen sie als Gastlektorin wirkt, gehören die Université Saint Joseph in Beirut, die EBS im Rheingau, die Slowenische Akademie der Wissenschaften uvm. Im Frühjahr 2006 erschien ihr Sachbuch "Der Energiepoker" im FinanzBuch Verlag München. 2008 folgte eine zweite Auflage. Das Buch wird in Fachkreisen regelmäßig als Referenz zitiert.
Für einige international tätige Firmen unternimmt Karin Kneissl regelmäßig Briefings zu den Entwicklungenim Energiebereich. Zentral sind Erdöl und Erdgas, die OPEC und die Energiepolitik in Nordafrika sowie dem Nahen gehören zu ihren wesentlichen Studienthemen; um ein aktuelles Gesamtbild in ihren Vorträgen zu geben, befasst sie sich ebenso mit dem Strommarkt und den erneuerbaren Energien. Zu den beiden letzteren Themen hat sie aber keine größeren Publikationen verfasst.
Als unabhängige Energie Analystin wirkt sie regelmäßig bei Rohstoffkongressen und Energiedebatten mit. Ihre Recherchen und Auslandsreisen finanziert sich Karin Kneissl selbst, um ihre Untersuchungen eigenständig zu erstellen.
Am 2. Juni 2021 von den Aktionären von Rosneft zum „independent director of the board“ gewählt.. Der russische Energiekonzern Rosneft ist zu 40 Prozent in Staatsbesitz, 60 Prozent werden von anderen Aktionären, darunter BP, gehalten. Karin Kneissl wurde zudem für die Ausschüsse Strategie und Auditing bestellt.
Am 20.5. legte Karin Kneissl ihr Mandat im AR von Rosneft zurück, nachdem sie bereits im März der Konzernleitung mitgeteilt hatte, dass sie sich nicht für ein ein weiteres Madant zur Wahl stellen würde.